Unsere Tiere

Enten, Papageien & Finken

Am Weiher schwimmen Stock- und Hausenten, in unserer neuen Voliere zwitschern Amazonen, Agaporniden, Kanarienvögel und Zebrafinken. Lerne sie hier kennen – und dann am besten live bei einem Besuch.

Wer lebt hier?

Zwei Lebensräume, sieben Arten

Der Entenweiher ist das Zuhause unserer Wasservögel. Gleich daneben liegt die frisch erneuerte Voliere mit ihren gefiederten Bewohnern aus Südamerika, Afrika, Australien und von den Kanarischen Inseln.

Am Weiher

Unsere Enten

Rund 15 Enten leben fest am Weiher. Dazu fliegen täglich Wildenten vom rund 1,5 Kilometer entfernten Hallwilersee herüber – im Winter sind es noch mehr. Im Wasser leben ausserdem Fische und Wasserschildkröten.

Ein Stockerpel mit grün schillerndem Kopf schwimmt neben einer weissen Hausente

Stockente

Anas platyrhynchos

  • Herkunft: ganze Nordhalbkugel
  • Grösse: 50–60 cm
  • Gewicht: ca. 1–1,3 kg

Die häufigste Wildente der Schweiz – und die Stammform fast aller Hausenten. Der Erpel trägt einen grün schillernden Kopf, einen weissen Halsring und eine kastanienbraune Brust. Das Weibchen ist braun gesprenkelt und so beim Brüten bestens getarnt. Beide haben einen blau schillernden Flügelspiegel.

Gut zu wissen: Das laute «Quak-quak» kommt nur vom Weibchen – der Erpel ruft leise und heiser. Und im Sommer mausern die Erpel: Für einige Wochen sehen sie dann fast aus wie die Weibchen.

Zwei weisse Hausenten stehen zwischen Stockenten am Ufer

Weisse Hausente

Anas platyrhynchos f. domestica

  • Herkunft: Haustierform der Stockente
  • Merkmal: ganz weiss, orange Füsse
  • Alter: oft 10 Jahre und mehr

Unsere weissen Enten sind domestizierte Nachfahren der Stockente. Weisse Rassen wie die Pekingente wurden ursprünglich in China gezüchtet. Sie sind schwerer als ihre wilden Verwandten und fliegen deshalb kaum – dafür schwimmen sie umso lieber mit den Stockenten zusammen.

Gut zu wissen: Weil Haus- und Stockenten so eng verwandt sind, gibt es am Weiher auch Mischlinge mit hellerem oder geschecktem Gefieder. Die Erpel aller dieser Enten erkennst du an der geringelten Schwanzfeder, der «Erpellocke».

Ein junges Entenküken sitzt in zwei Händen

Nachwuchs am Weiher

  • Gelege: meist 8–12 Eier
  • Brutzeit: rund 4 Wochen
  • Flügge: nach ca. 8 Wochen

Entenküken sind Nestflüchter: Schon wenige Stunden nach dem Schlüpfen laufen und schwimmen sie der Mutter hinterher und suchen selbst nach Futter. Geschwächte oder verwaiste Küken päppeln wir bei Bedarf auf, bis sie wieder selbstständig sind.

Aus unserer Geschichte: 2008 zogen Pfeifenten am Weiher sieben Junge gross – ein Novum für die Anlage. Das ganze Dorf freute sich mit.

Eröffnet an Auffahrt 2025

Unsere Voliere – frisch erneuert

Eine Vogelvoliere gehörte schon 1936 zu den ersten Plänen für den Weiher. 2024 und 2025 haben Mitglieder und Helfer sie mit viel Handarbeit von Grund auf erneuert: neue Holzwände, frische Gitter, gemauerte Pflanzbeete, Holzpodeste und Beleuchtung. Jetzt leben hier wieder Vögel – und du kannst sie aus nächster Nähe beobachten.

Ein Helfer stellt neue Holzwände in der Voliere auf
Wände

Holz statt Blech

Neue, lasierte Holzwände schützen vor Wind und Wetter und geben den Vögeln Rückzugsorte.

Ein Helfer schraubt ein Holzpodest in der Voliere fest
Innenausbau

Podest & Beete

Holzpodeste, gemauerte Beete und frische Bepflanzung machen die Voliere abwechslungsreich.

Die erneuerte Voliere von aussen mit Holzwänden und Lampe
Fertig

Bereit für Besuch

Ein überdachter Weg führt entlang der Voliere – bei jedem Wetter einen Abstecher wert.

In der Voliere

Die Bewohner der Voliere

Papageien, Agaporniden und Finken teilen sich die verschiedenen Abteile. Hier stellen wir dir die Arten vor.

Zwei Blaustirnamazonen sitzen nebeneinander, eine mit viel Gelb im Gesicht

Blaustirnamazone

Amazona aestiva

  • Herkunft: Südamerika
  • Grösse: ca. 35–37 cm
  • Alter: 40 Jahre und mehr

Die grössten Vögel unserer Voliere stammen aus den Wäldern und Savannen von Brasilien, Bolivien, Paraguay und Argentinien. Typisch sind die blaue Stirn, das gelbe Gesicht und die rot-gelbe Zeichnung am Flügelbug. Amazonen sind sehr gesellig, neugierig und intelligent – und sie können Geräusche und Wörter nachahmen.

Gut zu wissen: Das Blau-Gelb-Muster im Gesicht ist bei jeder Amazone anders – wie ein Fingerabdruck. Vergleich mal unsere beiden! Und schau genau hin: Amazonen halten Nüsse mit dem Fuss wie mit einer Hand.

Zwei Rosenköpfchen mit rosarotem Gesicht sitzen auf einem Ast, dahinter gelbe Agaporniden

Rosenköpfchen

Agapornis roseicollis

  • Herkunft: Südwestafrika
  • Grösse: ca. 17 cm
  • Alter: 10–15 Jahre

Die kleinen Papageien gehören zu den Agaporniden, auch «Unzertrennliche» genannt: Paare bleiben eng beisammen, kraulen sich gegenseitig und sitzen gerne dicht an dicht. Erkennbar sind sie am grünen Gefieder, dem rosaroten Gesicht und dem leuchtend blauen Rücken über dem Schwanz. Neben der Naturfarbe gibt es gezüchtete Farbschläge, etwa in Gelb.

Gut zu wissen: Die Weibchen stecken Rindenstreifen und Halme zwischen ihre Rückenfedern und fliegen so mit dem Nistmaterial zum Nest. In unserer Voliere hat es bereits Nachwuchs gegeben!

Pfirsichköpfchen mit orangem Kopf, rotem Schnabel und weissem Augenring auf einem Ast

Pfirsichköpfchen

Agapornis fischeri

  • Herkunft: Tansania
  • Grösse: ca. 15 cm
  • Alter: 10–15 Jahre

Die nahen Verwandten der Rosenköpfchen leben im Grasland südlich des Viktoriasees. Ihr Kopf leuchtet orange bis pfirsichfarben, der Schnabel ist kräftig rot und um die Augen tragen sie einen auffälligen weissen Ring. Auch bei ihnen gibt es gelbe Farbschläge – einige davon siehst du bei uns.

Gut zu wissen: Anders als die Rosenköpfchen transportieren Pfirsichköpfchen ihr Nistmaterial im Schnabel. Am weissen Augenring kannst du die beiden Arten am einfachsten auseinanderhalten.

Ein gelber und ein grünlich gestreifter Kanarienvogel sitzen in einem Buchenzweig

Kanarienvogel

Serinus canaria f. domestica

  • Herkunft: Kanaren, Madeira, Azoren
  • Grösse: 12–14 cm
  • Alter: ca. 10 Jahre

Der Kanarienvogel stammt vom wilden Kanarengirlitz ab und wird seit rund 500 Jahren gezüchtet. Die Wildform ist grünlich-gelb mit dunklen Streifen – ganz ähnlich wie einer unserer Vögel. Durch Zucht entstanden die leuchtend gelben Kanarienvögel, die du ebenfalls in der Voliere entdeckst.

Gut zu wissen: Den berühmten Gesang tragen vor allem die Männchen vor. Früher nahmen Bergleute Kanarienvögel mit unter Tage – als Frühwarnsystem gegen giftige Gase.

Zwei Zebrafinken-Männchen mit orangen Wangen und gebänderter Brust zwischen Haselblättern

Zebrafink

Taeniopygia guttata

  • Herkunft: Australien
  • Grösse: ca. 10–11 cm
  • Alter: 5–8 Jahre

Die kleinsten Bewohner der Voliere stammen aus dem trockenen Grasland Australiens. Die Männchen haben orange Wangen, eine schwarz-weiss gebänderte Kehle, kastanienbraune Flanken mit weissen Tupfen und einen knallroten Schnabel. Die Weibchen sind schlichter grau. Typisch für alle: der schwarz-weiss gestreifte Schwanz – daher der Name.

Gut zu wissen: Junge Männchen lernen ihr Lied vom Vater. Darum erforschen Wissenschaftler an Zebrafinken, wie Lernen und Sprache im Gehirn funktionieren.

Hilf mit, dass es den Tieren gut geht

Futter, Tierarzt und Unterhalt von Weiher und Voliere: Mit CHF 30.– pro Jahr als Mitglied unterstützt du unsere Tiere direkt. Mithelfen ist freiwillig – aber herzlich willkommen.

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Ein Rosenköpfchen schaut in die Kamera